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Eine
der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas und die
bedeutendste Sehenswürdigkeit der Region Xi’an ist mit
Abstand die unterirdische Terrakotta Armee des ersten
Kaisers der Qin Dynastie, Qinshihuangdi. Zu besichtigen
ist diese 35 Kilometer östlich von Xi’an am Fuss des
Lishan Bergs, in dem für seine Granatäpfel berühmten
Kreis Lintong.
Die
Bauern von Lintog machten 1974 eine sensationelle
Entdeckung. Als sie einen Brunnen bohren wollten,
stiessen sie dabei auf lebensgrosse Pferde- und
Kriegerfiguren. Die herbeieilenden Archäologen waren
sich sofort darüber im Klaren, dass es sich hier,
in der Nähe des noch ungeöffneten Mausoleums des ersten
Kaisers der Qin Dynastie (259-210 v. u. Z.). um einen
Teil der Grabanlagen handeln muss. Mit einer solch
umfangreichen Entdeckung hatten die Forscher allerdings
nicht gerechnet: in dem rund 200 Meter langen und etwa
70 Meter breiten Areal vermutet man 7600 lebensgrosse
Tonfiguren von Kriegern, Offizieren, Armbrustschützen
und Streitrossen. Ein Teil der etwa 7000 Figuren dieses
Nebengrabes wurde von Archäologen restauriert und in
einer über dem Fundort errichteten Halle zugänglich
gemacht.
Die Figuren sind in Schlachtordnung in elf Korridoren
aufgebaut, Speer- und Schwertträger, Wagenlenker und
Offiziere, alle zwischen 1,80 Meter und 1,86 Meter gross.
Jeder Kopf ist besonders modelliert mit individuellen
Gesichtszügen, kein Gesicht gleicht dem anderen. Aber
die Grundformen stammen aus einer Serienproduktion,
Füsse, Beine, Körper, Arme und Köpfe wurden einzeln
hergestellt, gebrannt und dann mit bindenden Ton
zusammengefügt. Auch die Pferde wurden zusammengesetzt.
Durch die Kaltbemalung mit Mineralfarben wirken die
Figuren sehr naturalistisch.
Neben dem rund 14200 Quadratmeter umfassenden
Ausgrabungssektor 1, in dem man neben einigen Quadrigen
auch gepanzerte und ungepanzerte Krieger fand, wurde mit
der Erforschung zweier weiterer Ausgrabungsabschnitte
begonnen. Sektor 2 ( ca. 6000 Quadratmeter) enthält
hauptsächlich vierspännige Streitwagen und die Reiterei.
Der etwas entfernte Sektor 3 ( 520 Quadratmeter), war
wohl als Befehlszentrale gedacht, denn hier fanden sich
nur Tonfiguren hoher Offiziere, die nicht in
Schlachtordnung aufgestellt waren, wie die Soldaten in
den beiden anderen Sektoren, sondern mit Blickkontakt
zueinander, wie bei einer Beratung.
Die riesige unterirdische Anlage bestand aus einer
Halle, deren kräftige Holzsäulen eine Holzdecke stützen.
Diese war mit einer dicken Schicht aus
wasserundurchlässigem Lehm bedeckt, auf die nach
Anschluss der Bauarbeiten reichlich Erde gehäuft wurde.
Man schätzt, dass rund 700.000 Mann an dem Grab
mitgearbeitet haben und dies sicherlich nicht
freiwillig. Die Bauarbeit der gesamten Grabanlage hat
insgesamt 36 Jahre gedauert.
Wie
viele Chinesen dieser Epoche, glaubte auch der Kaiser
Qinshihuangdi an ein Leben nach dem Tode, aber er hatte
dennoch eine unbezähmbare Angst vor seinem Ende. Um für
das Leben nach dem Tode ausreichend gerüstet zu sein,
ordnete er bereits bei seiner Thronbesteigung als
Dreizehnjähriger die Errichtung der Grabanlage an. 210
v. u. Z. wurde Qinshihuangdi unter dem 47 Meter hohen,
künstlich aufgeschütteten Tumulus beigesetzt. Dieser
Grabhügel ist bisher noch nicht geöffnet worden.
In der Haupthalle ist ein Modell der gesamten Grabanlage
( Hauptgrab und Nebengräber) aufgebaut. In einem der
beiden Nebengebäude können Terrakottafiguren und Waffen
besichtigt werden. Deren Herstellungsprozess, der ablief wie bei
einer grossen, fliessbandähnlichen Massenproduktion, ist
ebenfalls dokumentiert. Das andere Gebäude beherbergt
eine Sensation, das Miniaturmondel eines bronzenen
Wagens mit Pferden und Kutscher aus der Qin Dynastie.
Das Gefährt wurde 1980 ungefähr 20 Meter westlich des
Grabes entdeckt, und es gleicht den Gespannen, die der
Kaiser bei seinen Inspektionsreisen benutzte.
1,5 Kilometer von diesem Grab entfernt liegt in
westlicher Richtung das eigentliche Hauptgrab des
Kaisers, das aber bis heute noch nicht geöffnet werden
konnte. Historischen Aufzeichnungen zufolge soll sich
unter dem 47 Meter hohen Grabhügel eine prächtige Anlage
verbergen, die vermutlich das gesamte Land China in
kleinerem Massstab darstellt.
China Reisen mit Besichtigung der Terrakotta-Armee:
8 Tage
Peking, Xi´an, Shanghai
12 Tage Peking, Xi´an-Guilin, Shanghai, Hangzhou
11 Tage Peking, Xi´an, Luoyang, Shengzhou,
Nanjing, Shanghai
12 Tage
China Rundreise Peking, Shanghai mit Yangtze -
Kreuzfahrt
14 Tage Golfreise Peking, Xi´an, Guilin,
Shanghai
15 Tage Golfreise Peking, Xi´an, Kunming,
Lijiang, Shanghai
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