Taiji - Taijiquan ( Schattenboxen )
Taiji ist eine der chinesischen Kampfkünste und hat eine
Geschichte von mehr als 300 Jahren.
Das 17. Jahrhundert mit de m
Wechsel von der Ming- zur Qing Dynastie war eine Zeit
häufiger Kriege.
Zur Selbstverteidigung verbreitete sich damals das Wushu.
Daraus entstand durch Kombination mit anderen
Kampfkünsten eine neue Art des Boxens, die durch
Zähigkeit und Geschicklichkeit im Zweikampf
gekennzeichnet ist. Ende des 18. Jahrhunderts hat es der
bekannte Wushu Meister Wang Zongyue systematisch
ausgewertet und ihm den Namen Taijiquan gegeben. Es
verbreitete sich allmählich in allen Landesteilen.
Zum Taijiquan gehören folgende Arten: Übungen mit
blossen Händen oder mit Schwertern, Säbeln, Lanzen,
Stöcken bzw. anderen Waffen oder Übungen mit einem
Gegner. Mit der Entwicklung der Gesellschaft im letzten
Jahrhundert entwickelte sich Taijiquan aus einer
ursprünglichen Nahkampf Funktion in die Richtung des
Gesundheitstrainings und der Bewegungstherapie. Es ist
heute ein ruhiger, friedlicher Sport ohne Sprünge oder
Anstrengungen.
Durch die Verbindung äusserer Techniken mit innerer
Konzentration wurde die Basis für das heute noch
existierende Schattenboxen geschaffen: die Einheit von
Körper und Geist in Bewegung, die Meditation in der
Bewegung, die simultane Entwicklung von innerer und
äusserer Kraft. Letztlich basiert das Schattenboxen auf
der Anwendung und Beherrschung der Lebensenergie " Qi",
die durch mentales Training in alle Bereiche des Körpers
gelenkt werden kann. Qi muss frei im Körper fliessen und
zirkulieren. Daraus leiten sich die runden Bewegungen
des Teijiquan ab, die mal fest, mal locker, mal hart,
mal weich, mal vorwärts, mal rückwärts
gerichtet, aber immer im Fluss befindlich sind. Die
Verbreitung des Qi im ganzen Körper wird durch eine
Stellung erreicht, bei der das Zentrum unterhalb des
Bauchnabels liegt und alle Bewegungen
aus diesem Zentrum heraus, bei aufrechtem Rumpf,
ausgeführt werden. Die sehr langsam durchgeführten
Bewegungen basieren auf einer freien Zirkulation des
Atmens. Bei Taijiquan ist man völlig entspannt und doch
konzentriert.
Das Taijiquan stellt eine sanfte Technik dar, die darauf
abzielt, den Gegner ohne Kraftanstrengung und mit
geringem Aufwand in s Leere laufen zu lassen. Es beruht
auf der alten chinesischen Einsicht, das das Prinzip der
Weichheit die Härte letztlich besiegen wird. Und wenn
man Teijiquan als Selbstverteidigungskunst lernt, sollte
man eines nicht vergessen: Die höchste Kunst besteht
nicht darin, über den Gegner zu siegen, sondern darin,
einen Kampf zu vermeiden.
Heutzutage kann man überall in China in Parks, auf
Sportplätzen, in Höfen, an Flussufern oder an
Strassen frühmorgens Tausende und Abertausende von
Menschen bei Taijiquan sehen. Es ist ein wirkungsvolles
Mittel zur Stärkung des Körpers und zugleich eine
wichtige Art von Bewegungstherapie. Bei regelmässiger
Übung kann Taijiquan Krankheiten vorbeugen oder zu ihrer
Heilung beitragen.
Mit seinen ruhigen, fliessenden Bewegungen hat das
Taijiquan heute seinen Siegeszug über die ganze Welt
angetreten. Inzwischen gibt es kaum einen grösseren Ort
der Erde, wo man kein Taiji, so die übliche Abkürzung
für den schwer aussprechbaren Begriff, antrifft. Seine
anfängliche Fremdheit weicht einer Faszination, von der
viele ergriffen werden.
China-Reise mit Taiji:
7 Tage -
Taiji-Tour in Hangzhou - Highlights: Taiji-Übungen,
Besuch eines Klosters, Seidenspinnerei, Bootsfahrt,
Kennenlernen von chinesischer Kaligraphie und
chinesischen Musikinstrumenten.
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