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China ohne seine unzähligen Pagoden, wäre wie ein
deutsches Dorf ohne Kirchturm. Ihrer ursprünglichen
religiösen Bedeutung entsprechend, findet man sie meist
im Zentrum grosser Tempel- und Klosteranlagen oder in
deren Nähe, wo sie zur Verwahrung von Reliquien dienten.
Daneben findet man die hohen, schlanken Türme aber auch
oft auf den die
Landschaft
weit überragenden Hügeln, wo sie zum Blickfang für den
Reisenden werden. Pagoden, die allein durch ihren
Standort und ihre eigentümliche Form bereits ästhetische
Anschaulichkeit erlangen, gehören zu den bleibenden
Einfrücken eines jeden China Reisenden. Gleichwohl ist
die Vielfalt ihrer Baustile, Materialien und Formen auf
den ersten Blick verwirrend.
Die riesige unterirdische Anlage bestand aus einer
Halle, deren kräftige Holzsäulen eine Holzdecke stützen.
Diese war mit einer dicken Schicht aus
wasserundurchlässigem Lehm bedeckt, auf die nach
Anschluss der Bauarbeiten reichlich Erde gehäuft wurde.
Man schätzt, dass rund 700.000 Mann an dem Grab
mitgearbeitet haben und dies sicherlich nicht
freiwillig. Die Bauarbeit der gesamten Grabanlage hat
insgesamt 36 Jahre gedauert.
Die „ Pagode der Sechs Harmonien“ ( Liuheta) bei
Hangzhou zum Beispiel steht auf dem Yuelun Hügel am
nördlichen Ufer des Qiantang Flusses, für dessen Schiffe
sie in der Vergangenheit auch als Leuchtturm diente. Der
Name der Pagode geht auf die sechs Gebote des Buddhismus
zurück, die Harmonie der Körpers, der Rede und der
Gedanken zu beachten, Verlockungen zu widerstehen, keine
Vermutungen zu äussern und auf die Anhäufung von
Reichtürmern zu verzichten.
Die achteckige Pagode ragt bis zu einer Höhe von fast 60
m empor. Von aussen betrachtet hat sie 13 Stockwerke,
innen sind es aber nur sieben. Ursprünglich wurde die
Pagode im Jahr 970 in einer einzigartigen Technik aus
Ziegeln und Holz errichtet. Eine breite Treppe führt zu
einem hölzernen, um die Pagode gebauten Laufgang, von wo
man eine gute Aussicht über den Fluss hat. Die äusseren
Teile des Bauwerks wurden von 1893 bis 1901 erneuert.
Weitere Reparaturen erfolgten 1953 und 1970.
Wer
käme schon auf die Idee, zwischen der „Pagode der Sechs
Harmonien“ am Qiantang Fluss bei Hangzhou und der „
Weisen Pagode „ im Beihai Park in Beijing einen
Zusammenhang oder einen gemeinsamen Ursprung zu
vermuten? Zwischen diesen beiden Pagoden liegt die
gesamte Entwicklungsgeschichte des chinesischen
Pagodenbaus wie auch der religiösen und kultischen
Funktion und Bedeutung dieser Bauwerke.
Eine Strassen- und Eisenbahnbrücke überquert den Fluss
nicht weit von der „ Pagode der Sechs Harmonien“. Der
Fluss Qiantang ist berühmt durch die grossen
Springfluten, die mehrere Meter hoch wie eine steile
Wand zur Zeit der Tagundnachtgleichen vom Meere her
anrollen.
Auf dem Weg zur „Pagode der Sechs Harmonien“ – mitten in
den Hügeln- liegt das Kloster „Hupao“ ( Kloster, von dem
die Tiger wegliefen). Die dort befindliche Quelle heisst
Hupao Quelle. Ihr geschmacksneutrales Wasser hat eine
besondere Eigenschaft: wenn man es vorsichtig in ein
Gefäss füllt, wölbt es sich empor, ehe es überfliesst,
höher als gewöhnliches Wasser.
Es lohnt sich also, eine Fahrt zur „ Pagode der Sechs
Harmonien“ zu unternehmen, wenn man schon in der Stadt
Hangzhou ist.

Reisen mit Hangzhou und den Sechs Harmonien:
9 Tage Peking, Hangzhou, Suzhou, Shanghai
8 Tage Golfreise Shanghai, Hangzhou,
Gulin |