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DIE
GROSSE MAUER:
Das einzige von Menschenhand geschaffene Bauwerk, das
vom Mond aus mit dem blossen Auge zu erkennen ist, ist
die Grosse Mauer in China. Sie schlängelt sich wie ein
unendlich langer, feingliedriger Drachenkörper vom
Shanhaiguan Pass an der Bohai Küste in der Provinz Hebei
durch fünf Regionen: Beijing (Peking), Innere Mongolei,
Shanxi, Shaanxi und Ningxia, bis zum Jiayuguan in der
Provinz Gansu. Die Grosse Mauer erstreckt sich über 6700
km.
Die Ruinen der ersten Steinwälle, mit denen sich im 5.
Jahrhundert v. u. Z. die Fürstentürmer Yan, Zhao und Wei
bereits vor Angriffen der Steppenvölker geschützt
hatten, liess Qingshihuangdi, der Erhabene Kaiser der
Qin Dynastie, im 3. Jahrhundert v.u.Z. zu einem
Mammutschutzwall zusammenfügen, und zwar zur Abwehr der
zu Pferde sehr beweglichen Nomadenvölker. Laut
historischen Dokumenten haben bis zu 300.000 Mann,
Soldaten und Bauern aus allen Landesteilen - sicherlich
nicht freiwillig - sowie Gefangene im Tag- und
Nachteinsatz zehn Jahre lang für den Bau dieser „ Mauer
der zehntausend Li“ (1Li=500 Meter) geschuftet und sich
aufgeopfert. Zentnerschwere Felsbrocken mussten steile
Abhänge hochgehievt werden, und viele Menschen bezahlten
für diese Vorhaben mit ihrem Leben. Unter den damaligen
primitiven technischen Bedingungen schufen die Chinesen
fast nur mit ihren Händen, ein so einzigartiges Bauwerk,
mit dessen Steinen man eine über 2 Meter hohe Mauer um
den Äquator errichten könnte.
Als aber die Ming Dynastie die mongolische Yuan Dynastie
abgelöst hatte ( 1368), begann jene einen grossen Teil
der Mauer in den Zustand zu bringen, in dem sie sich
heute befindet. Touristen besichtigen heute im
allgemeinen das 75 km nordwestlich von Beijing gelegene
Teilstück bei Badaling, das aus der Ming Zeit stammt und
sich in gutem Zustand befindet. Die durchschnittliche
Höhe der Mauer beträgt 8,5 Meter, an der Basis ist sie
6,5 m, auf der Mauerkrone ca. 5,7 m breit. Obenauf dem
Mauerwerk hatten zehn Soldaten oder fünf Kavalleristen
nebeneinander Platz.
Alle
paar hundert Meter erhebt sich auf dem Koloss ein
Wachturm oder eine Beobachtungs-station, die einem
ausgeklügelten Übermittlungssystem für militärische
nachrichten diente. Jede Information über die Bewegungen
eines Feindes konnte bei Tag und bei Nacht per Rauch-
oder Lichtzeichen weitergemeldet werden.
Zwischen zehn Uhr morgens und drei Uhr nachmittags
verwandelt sich der Bergpass Badaling, das von Beijing
aus am besten zu erreichende Teilstück der Mauer, zum
touristischen Rummelplazt. An unzähligen Andenkenbauten
vorbei strebt die Besucherlawine dem grossen Symbol der
chinesischen Zivilisation zu. In zwei entgegen gesetzten
Richtungen bewältigt sie dann den steilen Aufstieg. Von
der Höhe bietet sich dann der Blick auf eine
atemberaubende Szenerie, auf das dramatische Auf und Ab
des mächtigen Mauerverlaufs inmitten einer
faszinierenden Berglandschaft.
Ebenso wunderschön, aber vielleicht noch imposanter ist
die Kulisse bei Mutianyu. Dieses vor wenigen Jahren
restaurierte Teilstück der Mauer, etwa 120 Kilometer
nordöstlich von Beijing, ist weniger frequentiert als
Badaling, und gerade deshalb sehr empfehlenswert.
Seit über 2000 Jahren leben und arbeiten verschiedene
Nationalitäten Chinas in den weiten Gebieten südlich wie
nördlich der Grossen Mauer. Die Grosse Mauer spricht vom
Geschick der Werktätigen in Altertum Chinas und deren
erstaunlich zäher Ausdauer. Im Jahre 1961 unterstellte
der Staatsrat der Volksrepublik China die wichtigsten
Abschnitte der Grossen Mauer bei Shanhaiguan, Badaling
und Jiayuguan dem Denkmalschutz als Schwerpunktprojekt.
Reisen mit Besichtigung der Chinesischen Mauer (Grosse
Mauer):
7 Tage
Städtereise Peking
8 Tage
Peking, Xi´an, Shanghai
12 Tage Peking, Xi´an-Guilin, Shanghai, Hangzhou
11 Tage Peking, Xi´an, Luoyang, Shengzhou,
Nanjing, Shanghai
12 Tage
China Rundreise Peking, Shanghai mit Yangtze -
Kreuzfahrt
14 Tage Golfreise Peking, Xi´an, Guilin,
Shanghai
15 Tage Golfreise Peking, Xi´an, Kunming,
Lijiang, Shanghai
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